Die Mikroskopie lebender Zellen, auch Live-Cell-Imaging genannt, ist eine beliebte Methode in der Zellbiologie. Bei der Beobachtung lebender Zellen wird großer Wert auf die Reduzierung phototoxischer Effekte des Lichts (sog. Bleaching) gelegt.
Bei hoher Beleuchtungsleistungsdichte kommt es zu einem intensiven Bleaching der Fluorophore, was zur Bildung freier Radikale und anderer Reaktionsprodukte führt, die Moleküle in der Umgebung zerstören und das Milieu innerhalb und außerhalb der Zellen verändern. Die Beleuchtungsleistungsdichte auf der Probenebene, die mit dem Überleben der analysierten Zellen vereinbar ist, liegt im Bereich von mW/cm² beiWidefield-Fluoreszenzmikroskopen bis zu W/cm² bei SDCM (Spinning-Disc-Konfokalmikroskopie). Konfokalmikroskope (SDCM) gewährleisten dank einer rotierenden Scheibe mit einer Reihe von Pinholes die Konfokalität und damit ein geringes Ausbleichen der Fluorophore; durch die gleichzeitige Beleuchtung des gesamten Sichtfeldes und den Einsatz von Kameras zur Erfassung des Emissionssignals wird eine hohe Aufnahmegeschwindigkeit erreicht.
