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Umfassender Leitfaden zur Auswahl von Laserschutzbrillen

Laserschutzbrillen sind kein Universalprodukt, das man einfach „nach Augenmaß“ auswählen kann.
Was müssen Sie bei der Auswahl beachten?


Schritt 1

Identifizierung des Lasertyps (Welche Technologie erzeugt den Strahl?)

Die Auswahl der richtigen Laserschutzbrille muss kein komplizierter Prozess sein, bei dem man sich durch lange technische Datenblätter wühlen muss. Die grundlegendste und wichtigste Information ist die Ermittlung des von Ihnen verwendeten Lasertyps.

Der Lasertyp bestimmt nämlich in erster Linie die Wellenlänge der Laserstrahlung. Diese Angabe hilft uns sofort dabei, die Auswahl auf die richtige Kategorie von Sicherheitsfiltern einzugrenzen und diejenigen auszuschließen, die für Ihr Gerät keinen Schutz bieten würden.

Wo finden Sie diese wichtige Information ganz einfach?

Schauen Sie nach:

  • Typenschild: Dieses befindet sich in der Regel auf der Rück- oder Seitenseite des Geräts selbst oder gegebenenfalls am Laserquellenmodul.
  • Technisches Handbuch: Gegebenenfalls auch im Übergabeprotokoll oder in der Konformitätserklärung (CE), die mit der Maschine geliefert wurde.
  • Spezifikationen des Maschinen- oder Quellenherstellers: Suchen Sie in der Dokumentation der gängigsten Hersteller (z. B. IPG Photonics, Trumpf, Coherent, Epilog, Synrad, SPI Lasers, Raycus, MaxPhotonics oder JPT).
  • Modellbezeichnung oder Name der Maschine: Die Technologie ist oft direkt im Namen angegeben. Suchen Sie nach Stichwörtern wie „Fiber Laser“ (Faserlaser), „CO₂-Laser“, „Diode Laser“ (Diodenlaser), „Nd:YAG“ oder „UV-Laser“.

Wählen Sie den Schutz entsprechend dem Lasertyp


Schritt 2

Betriebsmodus und Leistung (wofür verwenden Sie den Laser?)

Der Betriebsmodus und die optische Leistung des Lasers bestimmen, wie stark der Schutz sein muss (sog. optische Dichte und entsprechender Schutzgrad LB gemäß den Normen). Einfach ausgedrückt: Der Filter muss entweder einer langfristigen thermischen Belastung oder einem enormen momentanen Energieeintrag standhalten.

Lasersysteme arbeiten in zwei grundlegenden Betriebsmodi:

Pulslaser (z. B. Q-Switch, Nanosekunden-, Pikosekunden-, Femtosekunden-Laser)

Sie geben Energie in sehr kurzen, aber extrem intensiven Blitzen (Impulsen) ab. Selbst ein Laser mit geringer Durchschnittsleistung kann eine enorme Spitzenleistung aufweisen, die einen spezifischen und sehr robusten Schutz erfordert.

Dauerstrichlaser (CW – Continuous Wave)

Sie strahlen einen kontinuierlichen Strahl aus. Ihre Leistung wird in Durchschnittsleistung (Watt – W) angegeben.

Sie kennen die genauen Parameter nicht?

Wählen Sie entsprechend dem Einsatzzweck des Lasers

Detaillierte technische Daten (wie die Pulsdauer in Nanosekunden oder die Spitzenenergie) sind in Handbüchern oft schwer zu finden. Glücklicherweise lassen sich die einzelnen Anwendungen direkt mit typischen Leistungswerten und Risiken in Verbindung bringen. Suchen Sie in der folgenden Liste nach Ihrer Tätigkeit, und wir zeigen Ihnen die passenden Laserschutzbrillen:

  • Ablation (10 W – 500 W): Arbeiten mit kurzen bis ultrakurzen Impulsen und extremen Spitzenleistungen. Die Filter halten intensiven Lichtblitzen zuverlässig stand und schützen vor Reflexionen aus dem Plasma.
  • Additive Fertigung und Aufschweißen (1 kW – 8+ kW): 3D-Druck und LMD-Verfahren mit Kilowatt-Leistungen. Die Schutzbrillen bieten einen sehr hohen Schutz vor dem Laserstrahl und dämpfen die blendende Helligkeit des Schmelzbades.
  • Reinigung und Härten (100 W – 3 kW): Die Bearbeitung großer Flächen mit Pulslasern erzeugt starke diffuse Reflexionen. Dies erfordert robuste Filter, oft mit spezieller M-Zertifizierung (Pulsbetrieb gemäß EN 207) für kurze Impulse.
  • Medizin und Kosmetik (1 W – 100 W): Präzise chirurgische und ästhetische Eingriffe, die eine zuverlässige Dämpfung des Strahls erfordern, aber gleichzeitig eine perfekte Wahrnehmung von Farben und Details im Behandlungsbereich.
  • Mikroschweißen und Löten (20 W – 500 W): Detailarbeit an Elektronik oder Schmuck. Der Augenschutz wird hier durch maximale Lichtdurchlässigkeit (VLT) der Schutzgläser ausgeglichen, um Mikroschweißnähte sicher beobachten zu können.
  • Schneiden (500 W – 10 kW): Extreme Leistungen, bei denen die Filter über die höchsten Schutzstufen (LB) verfügen, um die Sicherheit des Bedieners bei offenem Betrieb, bei der Maschineneinstellung oder bei Wartungsarbeiten zu gewährleisten.
  • Schweißen (1 kW – 8 kW): Hohe optische Dichte zur Abschirmung von Infrarotstrahlung und zur Reduzierung der Blendung. Tipp: Für das manuelle Schweißen (Handheld) empfehlen wir dringend geschlossene Laserschutzhelme.
  • Forschung und Labor (1 mW – 10 kW): Spezifische Filter, von schmalbandig bis breitbandig, für Arbeitsbereiche mit wechselnden Strahlengängen und einzigartigen Wellenlängen.
  • Markierung und Gravur (10 W – 200 W): Schutz vor gefährlichen Spitzenwerten von Impulsmarkierern bei gleichzeitiger Gewährleistung einer hervorragenden Sicht auf den Arbeitsbereich.

Wo Sie die genauen Zahlen finden (falls Sie diese für eine maßgeschneiderte Berechnung benötigen):

Wenn Ihnen ein technisches Datenblatt der Maschine vorliegt, suchen Sie nach Angaben wie „Max. Average Power“ (maximale Durchschnittsleistung in W), „Pulse Energy“ (Impulsenergie in Joule – J) oder „Pulse Duration“ (Impulsdauer – ns, ps, fs). Ganz gleich, ob Sie die genauen Parameter kennen oder nur wissen, welches Material Sie gerade schneiden oder reinigen möchten – diese Informationen führen uns zuverlässig zu dem Filter, der Ihre Augen zuverlässig schützt.


Schritt 3

Tragekomfort, Sichtbarkeit und Wahl des Filtermaterials

Wenn Sie die Parameter Ihres Lasers und das erforderliche Schutzniveau bereits kennen, ist der nächste Schritt die Auswahl der Eigenschaften, die bestimmen, wie komfortabel Sie mit der Schutzbrille arbeiten können. Der richtige Filter sollte die Ermüdung der Augen minimieren und Ihre Bewegungsfreiheit nicht einschränken.

Materialauswahl:

Gewicht vs. Widerstandsfähigkeit

Das Material der Gläser bestimmt vor allem die mechanische Widerstandsfähigkeit und das Gesamtgewicht der Brille. Vor welcher Wellenlänge die Brille Sie schützt, wird durch die Absorptionstechnologie des Filters selbst bestimmt (z. B. spezielle Farbstoffe im Material oder dielektrische Schichten), doch die Wahl des Grundmaterials hat ihre Besonderheiten:

  • Filter aus Polycarbonat: Sie sind sehr leicht und stellen die ideale Wahl für langes Tragen dar. Wenn Sie eine ganze Acht-Stunden-Schicht mit dem Laser arbeiten und keine extremen Schutzanforderungen benötigen, verringert das leichte Polycarbonat die Ermüdung deutlich.
  • Glasfilter: Mineralglas hat ein höheres Gewicht, bietet jedoch eine hervorragende Beständigkeit gegen Kratzer und mechanische Beschädigungen. Generell gilt zudem, dass Glasfilter die höchstmöglichen Laserschutzstufen erreichen und der thermischen Belastung bei direktem Treffer durch einen leistungsstarken Strahl besser standhalten.
Durchlässigkeit für sichtbares Licht (VLT)

Die Abkürzung VLT (Visible Light Transmission) gibt an, wie viel Prozent des normalen sichtbaren Lichts durch den Filter zu Ihrem Auge gelangt. Dieser Parameter hat einen entscheidenden Einfluss auf den Arbeitskomfort:

  • Höherer VLT-Wert: Lässt mehr Licht durch. Sorgt für eine bessere Sicht auf die Umgebung und eine natürlichere Farbwahrnehmung. Wählen Sie diesen Wert für Detailarbeiten, bei denen Sie einen perfekten Überblick über den Arbeitsbereich benötigen.
  • Niedrigerer VLT-Wert: Hierbei handelt es sich um dunklere Filter. Sie sind ideal in Situationen, in denen Sie die Strahlbahn nicht verfolgen müssen und den Sehkomfort bei Prozessen bevorzugen, bei denen extrem helles Sekundärlicht entsteht (blendendes Leuchten aus dem Schmelzbad, Funkenflug oder Plasmaentstehung beim Schneiden und Schweißen).

Grundlegende Regel für die Auswahl des VLT: Wählen Sie eine Laserschutzbrille niemals allein danach aus, wie „gut man durch sie hindurchsehen kann“. Der VLT ist ein Komfortparameter; entscheidend für Ihre Sicherheit ist immer die richtige Dämpfung für die jeweilige Wellenlänge und die Einhaltung der gesetzlichen Normen.

Wichtiger Hinweis: Die Farbe des Filters ist kein Sicherheitsparameter! Die Tönung der Scheibe ist lediglich ein visueller Effekt der verwendeten Absorptionstechnologie. Lassen Sie sich nicht von dem Irrglauben täuschen, dass Sie beispielsweise gegen einen grünen Laser automatisch eine grüne Schutzbrille benötigen. Orientieren Sie sich stets ausschließlich an den technischen Spezifikationen des Filters.

Sicherheitsnorm

(Maßgeblicher rechtlicher Parameter)

Die europäische Norm hat absoluten Vorrang vor Farbe und Material. Sie legt fest, für welche Art von Tätigkeit die Schutzbrille gesetzlich zugelassen ist. Schutzbrillen, die nicht nach einer dieser Normen zertifiziert sind, sollten auf unserem Markt gar nicht erst auftauchen!

  • EN 207 (Vollschutz): Norm für den normalen Betrieb. Wenn Sie aktiv mit einem Laser arbeiten (Markieren, Reinigen, Schweißen), muss Ihre Schutzbrille stets der Norm EN 207 entsprechen.
  • EN 208 (Ausrichtung / Alignment): Die Norm EN 208 legt Schutzbrillen für die Ausrichtung (sog. Alignment-Brillen) von Lasersystemen fest, die ausschließlich im sichtbaren Spektrum (typischerweise 400–700 nm) arbeiten. Diese Schutzbrillen blockieren den Strahl nicht vollständig, sondern lassen ihn teilweise durch, damit seine Spur sichtbar ist. Gleichzeitig reduzieren sie jedoch seine Leistung auf ein Niveau, das bei unbeabsichtigtem Kontakt mit dem Auge sicher ist (max. 1 mW, entsprechend Klasse 2).

Schritt 4

Auswahl des Brillengestells (Ergonomie und Kompatibilität mit Korrekturbrillen)

Gerade die Brillenfassung bestimmt Ihren Tragekomfort und schützt Ihre Augen vor gefährlichen seitlichen Reflexionen. Die Wahl der richtigen Fassung hängt davon ab, wie lange Sie die Brille tragen und ob Sie darunter Ihre eigene Korrektionsbrille tragen müssen.

Suchen Sie nach einer leichten Brille für den ganztägigen Tragekomfort?

Wenn Sie keine Korrekturbrille tragen und den Laser während der gesamten Arbeitsschicht bedienen, sollten Sie sich auf leichte Modelle mit ergonomischer, umschließender Form konzentrieren. Diese sorgen für maximalen Komfort und liegen eng am Gesicht an.

UNIVET 561 (Maximální boční ochrana)

UNIVET 561 (Maximaler Seitenschutz)

Modernes Design mit SoftPad™-Technologie. Die umschließenden Bügel verhindern wirksam das Eindringen von Strahlen oder reflektiertem Licht von der Seite und erhöhen so deutlich das Sicherheitsniveau in beengten Arbeitsbereichen.

Arbeiten Sie in der Schwerindustrie mit extremen Leistungswerten?

Für Hochleistungslaser und anspruchsvolle Betriebsumgebungen ist ein kompromissloser mechanischer Schutz erforderlich, der selbst den härtesten Bedingungen standhält.

UNIVET 559 (Hliníkový štít)

UNIVET 559 (Aluminiumschild)

Extrem robuster Rahmen aus 2 mm starkem Aluminium, konzipiert für die leistungsstärksten Industrielaser. Die innere Weichgummiverkleidung dämpft Stöße und sorgt für einen festen Sitz. Die Schutzbrille wird mit einem verstellbaren elastischen Band befestigt und kann auch über Korrekturbrillen (OTG) getragen werden.

Augenschutz für Patienten (Medizin und Kosmetik)

Bei medizinischen und ästhetischen Eingriffen (Dermatologie, IPL, Tattooentfernung) muss ein absoluter Schutz des behandelten Patienten gewährleistet sein, der den Arzt gleichzeitig nicht in seiner Arbeit einschränkt.

UNIVET 616 (Pacientské klapky)

UNIVET 616 (Patienten-Schutzbrillen)

Ergonomische Schutzschalen gewährleisten einen umfassenden Schutz der Augen des Patienten vor direkter und reflektierter Strahlung. Der verstellbare Nasenbügel ermöglicht dem Arzt einen ungehinderten Zugang zum behandelten Bereich im Gesicht. Die Konstruktion aus widerstandsfähigen Materialien ermöglicht eine vollständige Sterilisation im Autoklav.

Tragen Sie eine Korrekturbrille?

Wenn Sie bei der Arbeit mit dem Laser Ihre Korrekturbrille tragen müssen, ist es entscheidend, ein ausreichend geräumiges Modell (sog. OTG – Over-The-Glass) zu wählen, das nirgendwo drückt und Ihr Sichtfeld in keiner Weise einschränkt.

UNIVET 562 (Prostorný OTG design)

UNIVET 562 (Geräumiges OTG-Design)

Der leichte und äußerst widerstandsfähige Rahmen aus Sylex-Material ist so konzipiert, dass er bequem über die meisten gängigen Korrekturbrillen passt. Die breite Sichtfläche schränkt das periphere Sehen nicht ein, und die voll verstellbaren Bügel mit SoftPad™-Technologie garantieren perfekte Stabilität ohne unangenehme Druckstellen, selbst bei ganztägigem Tragen.

Suchen Sie zuverlässigen Schutz zu einem günstigen Preis?

Für den gelegentlichen Gebrauch, Hobbyprojekte oder leichtere berufliche Tätigkeiten benötigen Sie nicht immer Premium-Fassungen. Dennoch benötigen Sie zertifizierten und zuverlässigen Augenschutz, der keine Kompromisse bei Sicherheit und Komfort eingeht.

UNIVET 5X7 (Ekonomická volba s plnou výbavou)

UNIVET 5X7 (Die preisgünstige Wahl mit Vollausstattung)

Eine ideale und praktische Lösung, die einen günstigen Preis mit hervorragender Ergonomie verbindet. Die Brille verfügt über breite Gläser für eine einwandfreie Sicht und verstellbare SoftPad™-Bügel, dank derer sie auch bequem über Korrekturbrillen getragen werden kann. Auch dieses Modell wird mit komplettem Zubehör geliefert, darunter ein stabiles Etui, ein Reinigungstuch und ein Umhängeband.


Häufig gestellte Fragen

Wie finde ich heraus, welche Schutzbrille ich für meinen Laser benötige?

Am wichtigsten ist es, den Lasertyp und dessen Wellenlänge zu kennen. Diese Informationen finden Sie in der Regel auf dem Typenschild des Geräts, im technischen Handbuch oder in der Dokumentation des Herstellers. Der Lasertyp (z. B. Faser-, CO₂-, Nd:YAG- oder Diodenlaser) bestimmt direkt die Wellenlänge der Strahlung, gegen die der Schutzfilter ausgelegt sein muss. Anhand dieses Wertes kann dann eine Schutzbrille mit dem entsprechenden Schutzgrad gemäß der Norm EN 207 ausgewählt werden.

Sind Laserschutzbrillen universell einsetzbar?

Nein. Laserschutzbrillen sind immer für bestimmte Wellenlängen ausgelegt. Brillen, die beispielsweise für einen Faserlaser (ca. 1064 nm) bestimmt sind, bieten möglicherweise keinen Schutz vor einem CO₂-Laser (10 600 nm) oder vor sichtbaren Lasern im Bereich von 450–532 nm. Daher ist es immer notwendig, die Schutzbrille entsprechend dem Typ und den Parametern des jeweiligen Lasers auszuwählen.

Was bedeutet der OD-Wert bei Laserschutzbrillen?

OD (Optical Density) ist ein Parameter, der vor allem in amerikanischen Lasersicherheitsnormen verwendet wird. Er gibt an, wie stark der Filter die Laserstrahlung bei einer bestimmten Wellenlänge dämpft.

Beispiel:

  • OD 3 bedeutet eine 1.000-fache Abschwächung der Strahlungsleistung (lässt 0,1 % durch)
  • OD 6 bedeutet eine 1.000.000-fache Abschwächung (0,0001 % Durchlass).

Der OD-Wert wird häufig in technischen Datenblättern oder im Laborumfeld verwendet, reicht jedoch in der europäischen Gesetzgebung allein nicht für die Zertifizierung von Schutzbrillen aus.

Was ist der Unterschied zwischen OD und LB?

In Europa ist die Norm EN 207 maßgeblich, die die Bezeichnung LB (Laser Protection Level) verwendet.

LB ist ein robusterer Parameter als OD, da bei der Prüfung mehr Faktoren berücksichtigt werden, zum Beispiel:

  • die Wellenlänge des Lasers
  • die Leistung oder Energie des Impulses
  • die Expositionsdauer
  • die Art des Betriebsmodus (Dauerstrich- oder gepulster Laser)

Während OD lediglich den Grad der optischen Dämpfung des Filters angibt, bestätigt LB, dass die Schutzbrille unter definierten Bedingungen einem Lasereinfall tatsächlich standhält. Daher ist es für den normalen Betrieb in der EU stets entscheidend, auf die Zertifizierung gemäß EN 207 zu achten.

Was bedeutet die Norm EN 207?

EN 207 ist eine europäische Sicherheitsnorm für Laserschutzbrillen, die für den normalen Arbeitsbetrieb bestimmt sind.

Brillen, die nach dieser Norm geprüft wurden, müssen unter definierten Bedingungen einem direkten Laserstrahl standhalten. Auf der Scheibe ist stets eine Kennzeichnung angebracht, die Folgendes enthält:

  • Wellenlängenbereich
  • Schutzstufe (LB)
  • Lasertyp (z. B. D, I, R oder M je nach Betriebsart)

Wenn Sie aktiv mit Lasern arbeiten (z. B. beim Schneiden, Schweißen, Markieren oder Reinigen), sollte Ihre Schutzbrille stets der Norm EN 207 entsprechen.

Wozu dient die Norm EN 208?

Die Norm EN 208 gilt für sogenannte Ausrichtungsbrillen, die ausschließlich zum Ausrichten optischer Strahlengänge bestimmt sind.

Diese Brillen blockieren den Laserstrahl nicht vollständig. Sie lassen ihn teilweise durch, damit man seinen Verlauf bei der Einstellung der Optik verfolgen kann, reduzieren aber gleichzeitig die Strahlintensität auf ein für kurzzeitige Beobachtung sicheres Niveau.

Brillen gemäß EN 208 sind nicht für den normalen Laserbetrieb vorgesehen.

Darf ich bei der Arbeit mit einem Laser normale Schutzbrillen oder Sonnenbrillen tragen?

Nein. Herkömmliche Schutzbrillen oder Sonnenbrillen bieten keinen garantierten Schutz vor Laserstrahlung.

Ein Laserstrahl weist eine sehr hohe Energiedichte auf und kann die Netzhaut innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde schädigen. Nur Brillen, die nach den entsprechenden Normen (z. B. EN 207 oder EN 208) zertifiziert sind, gewährleisten ein definiertes Schutzniveau.

Warum haben Laserschutzbrillen verschiedene Farben?

Die Farbe der Gläser ist kein Sicherheitsparameter. Sie ist lediglich ein Nebeneffekt der verwendeten Filtertechnologie, die bestimmte Wellenlängen der Laserstrahlung blockiert.

Ein Filter für grünen Laser muss beispielsweise nicht unbedingt grün sein. Orientieren Sie sich bei der Auswahl einer Schutzbrille stets an den technischen Parametern des Filters und der Zertifizierung gemäß der entsprechenden Norm, nicht an dessen Farbe.

Was bedeutet die Abkürzung VLT?

VLT (Visible Light Transmission) gibt an, wie viel Prozent des normalen sichtbaren Lichts durch den Filter zum Auge des Trägers gelangt.

Ein höherer VLT-Wert bedeutet einen helleren Filter und eine bessere Sicht auf den Arbeitsbereich. Ein niedrigerer VLT-Wert bedeutet hingegen einen dunkleren Filter, der bei Prozessen mit sehr heller Sekundärstrahlung (beispielsweise beim Schweißen oder Schneiden) geeignet sein kann.

Der VLT-Wert beeinflusst jedoch nur den Sehkomfort – die Sicherheit wird immer durch den richtigen Schutzgrad des Filters für die jeweilige Wellenlänge bestimmt.

Kann ich eine Laserschutzbrille über meiner Korrekturbrille tragen?

Ja. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Modelle, die als OTG (Over-The-Glass) bezeichnet werden. Diese Schutzbrillen verfügen über eine geräumigere Konstruktion, die ein bequemes Tragen über normale Korrekturbrillen ermöglicht, ohne das Sichtfeld einzuschränken.

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