Weltweiter Support und Service, eine zentrale Anlaufstelle sowie die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen für Laser sind nur einige der Gründe, warum es wirtschaftlich sinnvoll ist, eine fertige Maschine zu kaufen, anstatt sie selbst zu bauen.
Die entscheidende Frage für jeden, der Laserschneiden zur Herstellung von Medizinprodukten und anderen Produkten mit hoher Wertschöpfung einsetzt, lautet: Soll man eine Komplettmaschine kaufen oder ein eigenes System aus verschiedenen Komponenten zusammenstellen, darunter Laser, Optik, Bewegungsachsen, Rauch- und Abgasbehandlung, Prozessüberwachungsgeräten usw.
In der Vergangenheit zogen diese Hersteller den Kauf einer Maschine vor, während größere Konzerne die Konstruktion der Maschine einer eigenen Konstruktions- und Softwareabteilung oder einem externen Unternehmen anvertrauen konnten. Heute ist die Frage „Kaufen oder bauen?“ klar: Wirtschaftlich sinnvoller ist es, eine Komplettmaschine zu kaufen.
In diesem Blogbeitrag betrachten wir vier Kaufkriterien – einige davon liegen auf der Hand, andere weniger –, die zu höherer Produktivität und niedrigeren Produktionskosten beitragen.
Das Problem mit der Maschinenkonstruktion und der Schuldzuweisung
Wenn Sie eine komplette, schlüsselfertig auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Maschine kaufen, erwerben Sie gleichzeitig auch deren Leistungsspezifikationen. Sollte die Maschine nicht die Ergebnisse liefern, die sie liefern sollte, haben Sie für Reklamationen einen einzigen Ansprechpartner mit einer einzigen Verantwortungskette.
Wenn Sie die Maschine jedoch selbst aus einer Laserquelle, Optik und weiteren mechanischen Bauteilen zusammengebaut oder zusammenbauen lassen haben, wer stellt dann fest, warum der Produktionsprozess nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert? Was passiert, wenn Sie feststellen, dass die Qualität des Endprodukts nicht Ihren Erwartungen entspricht? Liegt es an einer instabilen Laserquelle, einem falsch gewählten Prozesskopf oder einer instabilen Spannvorrichtung und einem instabilen Maschinenrahmen? Allein die Ermittlung der Ursache des Problems nimmt einige Zeit in Anspruch und führt wahrscheinlich auch dazu, dass mit dem Finger auf einzelne Zulieferer gezeigt wird. Letztendlich muss das Problem identifiziert, behoben und die Maschine neu eingestellt und justiert werden – und all das kann zu zahlreichen kostspieligen Stillständen führen. Denn die teuerste Maschine ist die, die gerade nicht produziert.
Andererseits liegt die Verantwortung bei einer kompletten Maschine immer beim Maschinenhersteller. Sie müssen also keine Zeit und Energie damit verschwenden, nach dem Schuldigen zu suchen. Die Ausfallzeiten sind zudem noch kürzer, wenn dieser Hersteller über eine lokale Servicevertretung verfügt.
Globale Produktion braucht globale Unterstützung
Früher hatten Slogans wie „Made in USA“ einen echten Marketingwert. Heute ist es jedoch viel wichtiger, wer das Produkt tatsächlich herstellt, als wo es hergestellt wird. Das gilt auch für Produkte, bei denen das Image in Bezug auf Qualität und Marke im Vordergrund steht. Und das gilt insbesondere für kleine medizinische Geräte und Komponenten wie Stents und Katheter, bei denen die Transportkosten nur einen verschwindend geringen Bruchteil der Gesamtkosten ausmachen. Infolgedessen können Unternehmen ihre Produktion frei auf die globalen Märkte verlagern und Fabriken dort ansiedeln, wo dies im Hinblick auf das lokale Wirtschaftsklima und die Arbeitskosten am vorteilhaftesten ist.
Es ist daher äußerst vorteilhaft, diese Fabriken mit denselben Lasermaschinen und – was entscheidend ist – mit globalem Service und Support auszustatten.
Ein großer Hersteller und Integrator von Spezialmaschinen verfügt möglicherweise an einem Standort über ein relativ kompetentes eigenes Ingenieurteam. Ein führender Hersteller von Lasermaschinen verfügt jedoch in der Regel über ein umfangreiches Netzwerk von Service- und Support-Einrichtungen an strategischen Standorten weltweit. Und ein Maschinenhersteller mit eigenen Testlabors für Laseranwendungen auf der ganzen Welt kann zudem lokalen fachlichen Support für die Prozess- und Anwendungsentwicklung bieten.
Ein nicht minder wichtiger Aspekt des Supports ist die Kontinuität des Service. Was passiert, wenn Ihr interner „Guru“ aus der Technik, der Ihre Maschine konstruiert hat, nicht mehr im Unternehmen tätig ist? Das könnte zu einem echten Albtraum werden. Führende Maschinenhersteller verfügen jedoch in der Regel über ein Team von Experten, die jedes Detail der von ihnen gelieferten Maschinen verstehen, die schnellsten Lösungen für eventuelle Betriebsprobleme kennen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen zudem innerhalb des gesamten Entwicklungs- und Servicenetzwerks weitergeben.
Sicherheit im Umgang mit Lasern, schädliche Emissionen und mehr
Bei jeder Industriemaschine hat die Sicherheit des Bedienpersonals oberste Priorität. Bei Lasermaschinen müssen mehrere Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden.
Der erste Sicherheitsaspekt ist der Laserstrahl selbst. Der Strahl ist stark genug, um Metall zu schneiden und zu markieren, und somit zweifellos auch stark genug, um die Haut einer Person zu verbrennen oder ihre Augen zu schädigen. Daher müssen die Maschinen mit Schutzabdeckungen und verschiedenen weiteren Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet sein, die den geltenden Vorschriften entsprechen. Für einen erfahrenen Maschinenkonstrukteur ist das einfach. Aber es ist sicherlich nicht trivial und sollte auf keinen Fall auf Schätzungen und Annahmen beruhen.
Ein weiteres Problem können Dämpfe und Abgase sein, die bei der Laserbearbeitung freigesetzt werden können. Je nach verwendetem Material kann die Laserbearbeitung potenziell schädliche Abgase erzeugen. Diese können über das werkseigene Absaugsystem sicher abgeführt werden – müssen es aber nicht. Eine komplette Maschine verfügt stets über eine integrierte Abgasabsaugung mit entsprechenden Filtern und weiteren Schutzmaßnahmen, die auf fachlichem Know-how basieren.
Innovation – Nutzen Sie die Vorteile einer Investition in die Zukunft
Sowohl medizinische Geräte als auch Industrielaser sind Technologien, die sich durch ständige Innovationen auszeichnen und von diesen profitieren. Ein gutes Beispiel ist die Entwicklung von Materialien und Beschichtungen für Stents, die das Risiko einer Restenose verringern. Ebenso hat sich in den letzten Jahren die verfügbare Leistung von Femtosekundenlasern dramatisch erhöht, die eine deutlich höhere Schneidleistung bieten.
Wenn Sie mit einem Anbieter von Lasermaschinen wie Coherent – dem anerkannten Weltmarktführer in der Lasertechnologie – zusammenarbeiten, haben Sie Zugang zu den neuesten Entwicklungen. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Maschinen kontinuierlich zu modernisieren und zu verbessern – stets mit der neuesten Laserhardware und der leistungsstärksten Software. Wir sorgen dafür, dass Sie immer auf dem neuesten Stand der Technik sind.
Quelle:Coherent.com


