Ein mikroskopisches System zur Auslösung und Überwachung der Dynamik von Phasenübergängen im Material, die sich in lokalen Änderungen der optischen Durchlässigkeit und Reflektivität äußern.
Eines der vielversprechenden Ergebnisse der Materialforschung der letzten Jahre sind dünne Chalkogenidschichten, die bereits heute kommerziell genutzt werden, beispielsweise in Technologien zur Datenspeicherung. Dank ihrer hervorragenden Kombination von Eigenschaften könnte ihr Einsatz jedoch schon bald auch auf den Bereich der Photonik (Metamaterialien oder andere integrierte aktive photonische Bauelemente) ausgeweitet werden. Das Prinzip der Datenspeicherung beruht auf einem reversiblen Übergang zwischen der amorphen und der kristallinen Phase des Materials, der optisch ausgelöst werden kann. Derzeit spielen dabei Laser, die im roten und infraroten Spektralbereich strahlen, eine vorrangige Rolle. Ähnlich wie bei klassischen CDs lässt sich jedoch auch hier durch den Übergang in den blauen Bereich (Blue-Ray) eine deutliche Kapazitätssteigerung erzielen.
Genau in dieser Hinsicht wollen Wissenschaftler der Universität Pardubice die Grenzen des Wissens erweitern. Ziel war es, ein funktionsfähiges Gerät mit zwei Pulslasern zu entwickeln, von denen einer mit einem kürzeren, stärkeren Puls die Phasenänderung im Material auslöst (Pump) und der andere diese gleichzeitig mit einem längeren, schwächeren Puls überwacht (Probe). Voraussetzung war die Möglichkeit, gleichzeitig die Veränderung der Durchlässigkeit und der Reflektivität der Probe zu verfolgen, woraus dann die Dynamik der Aufzeichnung ausgewertet wird. Zum Lieferumfang sollten außerdem die Möglichkeit der präzisen Positionierung der Proben, ein mikroskopischer Abzweig zur Beobachtung der Probenoberfläche sowie ein voll funktionsfähiger Detektionsteil mit Oszilloskop und PC zur Steuerung des Systems und zur Verarbeitung der Messdaten gehören.