Eine neue, sehr schnelle und flexible Methode für die Superauflösungsmikroskopie, die dank ihrer Anwendbarkeit über einen sehr breiten Bereich Fluorophor-Konzentrationen und Anregungsstärken auch mit gängigen Fluorophoren (z. B. GFP) bei geringer Beleuchtungsintensität eingesetzt werden.

Je nach Parametereinstellung lässt sich eine hohe Auflösung von 50 – 150 nm bei einer mehr als 10⁶-mal geringeren Anregungsstärke erreichen, als dies bei herkömmlichen Lokalisierungsmethoden in der Mikroskopie üblich ist. Dank der Aufnahmegeschwindigkeit im Superauflösungsbereich, die > 10 Bildern pro Sekunde entspricht, sowie der Echtzeit-Ausgabe kann SRRF Stream zur Untersuchung schneller, dynamischer physiologischer Prozesse in lebenden Zellen auf der Ebene einzelner Moleküle eingesetzt werden.

SRRF nutzt das Konzept der Radialität als ersten wichtigen Schritt zur Erzielung von Superauflösung, bei dem radiale Übergänge an jedem Bildpunkt bei einer interpolierten, benutzerdefinierten Auflösung analysiert werden, die größer ist als die Auflösung eines natürlichen Pixels der Aufnahmekamera.

Das Ergebnis ist ein komplexer Datenbereich, der eine große Menge an Informationen über lokale Intensitätsgradienten enthält, die detaillierte Informationen über die genaue Position der Fluorophore innerhalb einzelner Bilder liefern. In der Abbildung ist die Fluoreszenzmarkierung (rotes Kreuz) der Mittelpunkt des Intensitätsgradientenfeldes und damit der Punkt maximaler radialer Symmetrie. Der SRRF-Prozess erfordert die gleichzeitige Aufnahme und Zusammenführung mehrerer Bilder (typischerweise 50–100), um ein einziges Ausgabebild mit höherer Auflösung abzuleiten. Die SRRF-Stream-Methode ist in erster Linie an den Einsatz von EMCCD-Kameras von Andor gebunden, insbesondere an die Modelle iXon Life und iXon Ultra, die an jedes Mikroskop installiert werden können, ohne dass teure Systeme für die Superauflösungsmikroskopie anschaffen zu müssen.