Für dieses Projekt hatte der Kunde zwei sCMOS-Kameras vom Typ Zyla HF (Zyla5.5B-FO-W) der Firma Andor erworben. Unsere Aufgabe bestand daher darin, einen Vakuumflansch mit einer verstellbaren Halterung für diese Kamera herzustellen.
Die Konstruktion des Anschlusses für die Röntgenkamera in Verbindung mit weiteren Kundenanforderungen ließ keine Standardlösung zu. Die Vakuumflansch musste daher nach unserem Entwurf maßgefertigt werden. Um die Detektion von Röntgenstrahlung zu ermöglichen, befindet sich in der Mitte des Flansches ein Bariumfenster mit einem Durchmesser von 24 mm.
Die Basis der verstellbaren Kamerahalterung bildet ein manueller Lineartisch mit einem Verfahrweg von 100 mm. Dieser ermöglicht eine Bewegung in Richtung des Anschlusses bzw. davon weg und verändert so die Größe des Sichtfelds der Kamera. Der Lineartisch lässt sich zudem in einem Bereich von +/- 50 mm in Links-Rechts-Richtung verschieben und arretieren, wodurch sich die Blickrichtung der Kamera ändert. Vor der Kamera ist an einer genau festgelegten Stelle eine austauschbare Blende installiert, die in Kombination mit der Position der Kamera deren Sichtfeld definiert. Die Blende ist zudem in einer drehbaren Halterung angebracht, die eine exzentrische Positionierung ermöglicht, was die Möglichkeiten zur Festlegung der Position des Sichtfelds der Kamera weiter erweitert. Die gesamte Baugruppe ist über eine massive Edelstahlfront an einem Vakuumflansch befestigt und mit einer Edelstahlabdeckung versehen, die unerwünschte Strahlung aus der Umgebung abschirmt.
Geräteparameter
- sCMOS-Kamera Zyla HF (Zyla5.5B-FO-W) zur Detektion von Röntgenstrahlung
- Maßgefertigter Vakuumflansch mit einem Be-Fenster mit einem Durchmesser von 24 mm
- Kamerahalterung mit manueller Positionierung
- Stufenlos einstellbarer Blickwinkel im Bereich von 10° bis 57°
- Abschirmung gegen Störstrahlung