Lasermarkierungen sind buchstäblich überall zu finden – von den Tasten eines Laptops und dem Armaturenbrett eines Autos über den Milchkarton im Kühlschrank und das Logo auf Golfschlägern bis hin zu den Instrumenten, die Chirurgen verwenden. Tatsächlich ist die Markierung heute eine der wichtigsten Anwendungen von Lasern, da sie gegenüber anderen Methoden, wie beispielsweise dem Druck, viele Vorteile bietet. Als Beispiel sei erwähnt, dass Laser problemlos eine dauerhafte Markierung auf den meisten Materialien erzeugen können, die sich weder ablöst noch verwischt, selbst bei häufiger Handhabung des Gegenstands.
Zwei Arten der Lasermarkierung
Wenn Lasermarkierung wirklich überall zu finden ist, bedeutet das dann, dass man mit einem Laser alles markieren kann? Nun, fast ja. Sogar Diamant, das härteste bekannte Material, lässt sich mit unseren Lasern markieren. Und warum ist die Lasermarkierung so wichtig? Bei der Lasermarkierung entsteht beispielsweise auf einem Stein eine kleine, aber unauslöschliche Markierung, die sein Aussehen nicht verändert, ihn jedoch eindeutig identifiziert und so dazu beiträgt, Betrugsfälle einzudämmen.
Wenn Laser dem Objekt weder Farbe noch anderes Material hinzufügen, wie können sie dann überhaupt etwas markieren? Das hängt tatsächlich vom Objekt ab – woraus es besteht, wie die Markierung aussehen soll und wie sie verwendet wird. Im weitesten Sinne lässt sich jedoch jede Lasermarkierung im Wesentlichen nur in zwei Kategorien einteilen:
- Markierungen, die eine Farb- oder Kontrastveränderung der Oberfläche bewirken
- Markierungen, bei denen Material abgetragen oder die Oberflächenstruktur verändert wird
Das Abtragen von Material ist eigentlich nichts anderes als eine Gravur, die fast jedem bekannt und recht leicht nachvollziehbar ist. In diesem Fall brennt oder verdampft der Laser lediglich einen Teil des Materials an der Stelle, an der er auf die Oberfläche trifft. Das Erzeugen der Markierung besteht also darin, dass man durch die Bewegung (oder das Abtasten) des Strahls die gewünschten Buchstaben, Zahlen, Barcodes oder Grafiken einritzt. Manchmal werden die entstandenen Rillen anschließend mit einem Material gefüllt, das sich farblich von der ursprünglichen Oberfläche abhebt, damit sie besser sichtbar sind, genau wie bei der herkömmlichen Gravur.
Markierung ohne Beschädigung der Oberfläche
Es gibt relativ viele verschiedene Möglichkeiten, mit einem Laser eine Farbveränderung herbeizuführen, je nach dem zu markierenden Material. In fast allen Fällen geht es jedoch darum, eine kontrastreiche Markierung ohne Beschädigung der Oberfläche zu erzeugen, die anschließend leicht lesbar ist (von Menschen oder Maschinen).
Bei weißen und transparenten Kunststoffen kann der Laser durch Erhitzen (und Karbonisierung) des Materials eine dunkle Markierung erzeugen. Farbliche und dunkle Kunststoffe lassen sich hingegen fotofärben. Das bedeutet, dass der Kunststoff durch die Einwirkung des Lasers ausbleichen oder eine hellere Farbe annehmen kann. Und dieselbe Methode des Laserbleichens wird zur Erzeugung fast aller beliebten Abnutzungs- und Beschädigungsmuster auf Jeans verwendet. Holz ist ebenfalls ein Material, das sich mit dem Laser leicht verkohlen lässt, beispielsweise bei Souvenirs, der Erstellung von Logos bei der Herstellung von Schildern und Pinnwänden usw.
Eine weitere beliebte Methode zur Kennzeichnung von Kunststoffen ist das sogenannte Aufschäumen. Dabei handelt es sich eigentlich um eine Art Kombination aus Gravur und Farbveränderung. Diese Technik wird häufig zur Herstellung weißer oder heller Markierungen auf dunkel gefärbten Kunststoffen verwendet, wie beispielsweise bei Computertasten. Beim Aufschäumen bringt der Laser eine kleine Menge Material zum Sieden, die anschließend zu hartem Schaum auskühlt. In ähnlicher Weise erzeugt die „taktile Markierung“ erhabene Muster, die jeder ertasten kann, auch Menschen mit Sehbehinderungen.
Laser-Schwarzmarkierung – die neueste Technik zur Kennzeichnung von Metallen
Laser können auf Metallen auch Farbveränderungen bewirken. Tatsächlich erweist sich eine relativ neue Methode namens „Laser Black Marking“ als sehr beliebt für wiederverwendbare medizinische Geräte, wie chirurgische Instrumente und Endoskope. In diesem Fall verursacht ein ultrakurzer Puls (USP) mikroskopische Strukturveränderungen an der Metalloberfläche. Die so veränderte Metalloberfläche reflektiert dann kein Licht mehr und erscheint schwarz – obwohl das Material nicht verbrannt ist und auf der Markierung keine Struktur erkennbar ist, die man ertasten könnte. Hersteller bestimmter hochwertiger elektronischer Geräte verwenden dasselbe Verfahren, um Logos und Seriennummern auf ihren Produkten so zu kennzeichnen, dass diese nicht ohne Weiteres gefälscht oder verändert werden können.
Anpassung des Markierungssystems an Ihre Anwendung
Welcher Laser für eine bestimmte Markierungsaufgabe zum Einsatz kommt, hängt vom Material, vom gewünschten Erscheinungsbild der Markierung und natürlich von wirtschaftlichen Aspekten ab – davon, wie viel der Hersteller bereit ist, für deren Herstellung aufzuwenden. Es gibt viele verschiedene Methoden und spezifische Lasertypen, die für die jeweilige Anwendung am besten geeignet sind. Genau aus diesem Grund bietet Coherent eine so große Auswahl an Laser- Markiersystemen an.
Dies war nur eine kurze Einführung in die Möglichkeiten der Lasermarkierung, und wir haben wirklich nur an der Oberfläche gekratzt (im Gegensatz zur Lasermarkierung, die die Oberfläche nicht beschädigt). Aber wenn Sie sich einmal auf Ihrem Schreibtisch, in Ihrem Büro und zu Hause umsehen, fragen Sie sich doch einmal: Wie viele Lasermarkierungen sehen Sie, die Ihnen zuvor gar nicht aufgefallen sind?
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Quelle: www.coherent.com