Mikrokanalplatten (MCP – MicroChannel Plates) bestehen aus zahlreichen Kanälen mit einer Größe von einigen Mikrometern, wobei jeder Kanal als eigenständiger Elektronenvervielfacher fungiert. Beim Auftreffen eines Teilchens (Elektron, Ion, Röntgen- oder Gammastrahlungsphoton) auf die Vorderseite der Platte kommt es zur Emission eines Elektrons. Unter dem Einfluss eines externen Spannungsgradienten kommt es beim Aufprall des Elektrons auf die Kanalwand zu sekundären Elektronenemissionen. So werden nach und nach viele Tausende bis Millionen von Sekundärelektronen in der Platte freigesetzt, die auf die Rückwand der Platte treffen. Neben den MCP-Verstärkern selbst bietet die Firma Hamamatsu bietet neben den MCP-Verstärkern auch MCP-Baugruppen mit verschiedenen Arten von Auslesegeräten an. Zu den typischen Anwendungsbeispielen für MCP-Detektoren gehören die Massenspektroskopie, die Oberflächenanalyse und die Elektronenmikroskopie.
Wichtige Eigenschaften
- Detektion von Elektronen, Ionen, UV-Strahlung, Röntgen- und Gammastrahlung
- hohe Verstärkung (deutliche Verstärkung des detektierten Signals)
- große Auswahl (einzelne MCPs + verschiedene MCP-Konfigurationen)
- kompakte Bauweise
- geringes Gewicht

