FPALM (Fluorescence PhotoActivation Localization Microscopy), auch bekannt als Fluoreszenz-Photoaktivierungs-Lokalisierungsmikroskopie, ist eine der Methoden der Superauflösungsmikroskopie , die auf der stochastischen (zufälligen) Abbildung einzelner Leuchtpunkte basiert. Genau wie PALM dient auch FPALM der präzisen Lokalisierung und Abbildung von Zellstrukturen, die mit photoaktivierbaren Fluoreszenzproteinen (PAFPs) markiert sind, im Bild. Für die Genauigkeit und Anwendbarkeit der Methode müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:
- Es muss eine optimale Menge an PAFPs gewählt werden, deren Abstand größer sein muss als die konventionelle Auflösungsgrenze des Objektivs
- PAFPs weisen zwei Zustände auf (aktiv – fluoreszierend und inaktiv – dunkel), zwischen denen (switch) mithilfe von Lichtstrahlen unterschiedlicher Wellenlängen umgeschaltet werden. PAFPs sind auch in der Lage, stochastisch umzuschalten
- Die von einem PAFP erfassten Photonen können mittels CCD detektiert werden, wobei die Position durch die Punktstreufunktion(PSF) beeinflusst wird
- Der Mittelpunkt der PSF wird mathematisch bestimmt – dem jeweiligen PAFP wird dann eine genauere Position zugeordnet
Mit dieser Methode lassen sichebenso wie mit PALM, STORM, STED, SRRF-Stream und SIMsuperauflösende Ergebnisse mit einer Auflösung im Nanometerbereich erzielen. Ein Nachteil dieser Methoden ist in der Regel die längere Belichtungszeit für das gesamte Bild, da eine große Anzahl von Teilbildern aufgenommen werden muss.