Die optische Kohärenztomographie (Optical Coherence Tomography, OCT) ist ein leistungsstarkes bildgebendes
Verfahren, die es ermöglicht, Querschnittsbilder von biologischen Geweben und anderen
streuenden Medien mit einer Auflösung im Mikrometerbereich zu erstellen. Durch den Einsatz von Lichtquellen mit kurzer
Kohärenzlänge kann die OCT optische Reflexionen aus verschiedenen Tiefen der Probe unterscheiden. In der
der Medizin, insbesondere in der Augenheilkunde, Kardiologie und Dermatologie, hat die OCT
dank ihrer hochpräzisen und nicht-invasiven Bildgebungsfähigkeiten
die diagnostischen und therapeutischen Verfahren grundlegend verändert.
Die Grundlage jedes OCT-Systems bildet eine interferometrische Anordnung, typischerweise ein Michelson-
Interferometer mit einem Referenzarm und einem Probenarm. Zur Rekonstruktion von Tiefenprofilen
(A-Scans) mit mikrometergenauer Auflösung muss die optische Weglänge im
Referenzarm fein abgestimmt werden, sie den verschiedenen Schichten im Inneren der Probe entspricht. Faser-Verzögerungsstrecken
bieten diese präzise Steuerung und ermöglichen so die Abtastung verschiedener Gewebetiefen sowie
die Erstellung von 2D- oder sogar 3D-Bildern.